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„IPA-Niedersachsentour 2000 nach Peine“ ein voller Erfolg!!

Spendenergebnis von 32.000 DM!


Die IPA-Verbindungsstelle Osnabrück lud über Pfingsten zur „IPA-Niedersachsentour 2000“ ein, die zu Gunsten der Kinderkrebshilfe über 699 Kilometer zum „Tag der Niedersachsen“ nach Peine führen sollte. Diese Tour wird bei den Teilnehmern noch lange für Gesprächsstoff sorgen - und das im positiven Sinne! Aber alles der Reihe nach.

„Hoffentlich klappt alles?“ - „Spielt das Wetter mit?“ - „ Wie wird die diesjährige Tour von den Fahrern, von der Begleitern und von den Sponsoren aufgenommen?“ - Fragen, die von den Organisatoren im Vorfeld oft genug gestellt wurden. Im Nachhinein kann gesagt werden, dass sämtliche Fragen und Zweifel unbegründet waren. - Es klappte alles! Zum einen zeigte sich das Wetter über die Pfingstfeiertage von seiner besten Seite, zum anderen wurde die Tour an allen vier Tagen hervorragend angenommen - die Superstimmung und das bisher beste Spendenergebnis sprechen für sich!

Von den Angemeldeten gingen 76 Fahrer und zwei Fahrerinnen am Freitag, den 09.Juni, in Osnabrück an den Start. Pünktlich um 08.00 Uhr gab Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip am Kollegienwall den Startschuss und die Karawane setzte sich in Bewegung. Vorne weg der bewährte Begleittroß mit Krädern, Führungsfahrzeug, Durstmobil und Lautsprecherwagen. Hinter dem Feld die Versorgungsfahrzeuge und der Werkstattwagen. Alle waren hochmotiviert!

Am ersten Tag standen 209 Kilometer über Dammer Berge, Diepholz, Wagenfeld und Nienburg bis nach Celle zur Bewältigung an. In Celle erwartete man uns in der Landesfeuerwehrschule Niedersachsen, wo wir für drei Tage unser Quartier aufschlugen. Die Unterbringung und Betreuung, auch durch die IPA-Celle, konnte nicht besser sein.

Nach einem stimmungsvollen ersten Sommerabend, den wir am Grill genießen konnten, ging es am nächsten Morgen um 08.30 Uhr auf eine Rundtour über 137 Kilometer um die Stadt Celle. Bei einer Temperatur von 34 Grad mußte das Tempo schon ziemlich angezogen werden, um durch den Fahrtwind ein wenig Erleichterung zu erfahren. Unser Durstmobil war dabei wieder ständig umlagert.

Am Nachmittag brachten uns Busse nach Peine, der Ausrichterstadt des diesjährigen „Tag der Niedersachsen“. Nach einem kräftigen Regenschauer genossen wir bei lauwarmen Temperaturen die verschiedenen Programmpunkte und nutzten die Zeit für Gespräche und Besichtigungen, bevor es in der Nacht wieder nach Celle zurückging.

Der Pfingstsonntag stand im Zeichen des „Tag der Niedersachsen“; trotzdem waren aber am Abend 167 Kilometer auf dem Tacho verzeichnet! Innenminister Heiner Bartling machte wieder sein Versprechen wahr. Neben seiner Aussage, die Idee der „IPA-Niedersachsentour“ ausdrücklich zu begrüßen und auch zukünftig zu fördern, reihte er sich mit seinem „Rennrad“ in das Fahrerfeld ein, um dann auch zusammen mit den Radsportlern in Peine einzufahren. Im IPA-Trikot hieß er hier auf der Bühne die Teilnehmer der Tour willkommen, bevor er anschließend in diesem Trikot in einer Fernsehsendung des NDR für die Ziele der IPA warb.

Unser langjähriger Mitstreiter Andreas Schiefer war eigens mit weiteren sieben Fahrern aus Hannover angereist, um an diesem Tage ebenfalls das Feld zu verstärken. Doch auch sein Nachfolger, der Direktor der Polizei Niedersachsen, Uwe Wiedemann, ließ es sich nicht nehmen, erstmals als Zuschauer dabei zu sein: voller Begeisterung sprach er seine Anerkennung aus.

Um die Spendenkasse noch weiter aufzufüllen, ging es auf dem Rückweg nach Celle noch kurz über Hildesheim. Die IPA-Hildesheim hatte auf dem dortigen Sportflugfeld eine Flugschau organisiert. Nachdem wir großes Aufsehen erregt hatten, waren die Zuschauer auch sofort zur Spende bereit und wir konnten uns noch an den alten Doppeldeckern erfreuen, die aus ganz Europa in Hildesheim eingeflogen waren.

Die Rückfahrt am Pfingstmontag führte von Celle nach Hagenburg, von dort aus nach Hille und weiter nach Osnabrück, wo wir - minutiös geplant - nach 186 Kilometern „um 16.33 Uhr“ eintreffen wollten. Überrascht wurden die anwesenden Besucher durch unseren spontanen Zwischenstop in Steinhude. Durch einige lustige „Sprüche“ unseres Moderators Frank Wilde animiert, zogen sie voller Begeisterung ihre Portemonnaies und trugen zu einer weiteren Aufstockung des Spendenfonds bei.

Bei der anschließenden Pause auf einem Bauernhof in Altenhagen fühlten sich alle Teilnehmer unter Schatten spendenden Bäumen offensichtlich sehr wohl. Der mitgeführte Getränkewagen von Coca Cola war wieder kräftig gefordert, und am Servicewagen tauschte unser Tourtechniker Toni einige stark malträtierte Vorder- und Hinterräder aus. Bei der Überreichung einer Flasche Hochprozentigem unseres Toursponsors aus Haselünne an den Landwirt Teigeler, prägte dieser lachend den Satz:“ Das ist wohl die einzige Flasche Schnaps, die ich jemals von der Polizei geschenkt bekommen werde.“

In sengender Hitze stand kurz vor Osnabrück noch die obligatorische Bergwertung an. Interessant war die Beobachtung, dass einige Fahrer kurz vor dem Rattinghauser Berg doch tatsächlich ihre Wasserflaschen entleerten, um so noch ihr Gewicht zu reduzieren. Doch geholfen hat es ihnen nicht, denn unser jüngster Mitfahrer Sascha Döge zeigte auch in diesem Jahr wieder seine Stärken.

Am Kollegienwall in Osnabrück, unserem Zielort, hatten sich dann viele Familienangehörige eingefunden, die uns mit großem Jubel empfingen. Bei den Teilnehmern, besonders bei den „Neulingen“, sah man nur zufriedene Gesichter.

So ging die Tour nach 711 Kilometern - bedingt durch notwendig gewordene Streckenveränderungen - nach vier Tagen Sonnenschein, bei hervorragender Unterkunft und Verpflegung und einem Gesamtschnitt von 30,4 km/h ohne Stürze zu Ende. Dabei wurden 2200 Stück Kuchen, 600 Bananen und 1280 Liter Kaltgetränke verzehrt.

Das vorgegebene Ziel, die Spendensumme in Höhe von 200.000 DM zu überschreiten, haben wir mit der „IPA-Niedersachsenour 2000“ bei weitem erreicht. Bei der abendlichen Abschlußveranstaltung in der Traditionsgaststätte „Zur alten Eversburg“ konnte neben den auf unsere alte Deutsche Mark ausgestellten Schecks auch noch ein Scheck über 4.000 Euro entgegengenommen werden. Denn ein in Haselünne geborener Europäer hatte während einer Reise um die Welt die Spendendose hingehalten und kräftig „Euros“ für uns gesammelt.

Unterwegs waren während der Tour nochmals 2600,- DM zu verbuchen. Auch von den Startgeldern ist ein großer Teil in den Fond eingeflossen. Daher sei allen Teilnehmern, Helfern, Spendern und Begleitern an dieser Stelle nochmals recht herzlich Dank gesagt.

Alle haben dazu beigetragen, dass die „IPA-Niedersachsentour 2000“ mit einem Spendenergebnis von 32.000,--DM abschließt.

Beim obligatorischen Abendessen hatten alle Anwesenden Gelegenheit, einen aktuellen Videofilm vom „Filmteam Sprinkmann“, das uns unterwegs begleitet hatte, vorgeführt zu bekommen. Hierdurch erhielten auch die, die nicht dabei waren, einen kleinen Einblick über den Ablauf der Veranstaltung. Dabei war aus den anschließenden Kommentaren der Frauen zu entnehmen, dass das „OK“ für ihre Männer zur nächsten Tour vorliegt.

Also geht es im kommenden Jahr auf die „14. IPA-Niedersachsentour“ vom 15. bis 18. Juni 2001 zu Gunsten der Kinderkrebshilfe nach Lüneburg.

Die „Osnabrücker Krebsstiftung“ beginnt in diesem Herbst mit einem speziellen Pro-gramm für Kinder und Jugendliche. Für dieses Projekt wurde am 15.09.2000 ein Scheck über 20.000,-DM im Polizeigebäude als Starthilfe überreicht. Die Restsumme in Höhe von 12.000,-DM erhielt zwischenzeitlich die Deutsche Kinderkrebshilfe in Bonn.