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14. “IPA-Niedersachsentour” 2001 brachte den Durchbruch!
Über eine Viertelmillionen für die Kinderkrebshilfe!

Zu Gunsten der Kinderkrebshilfe traten auch in diesem Jahr ca. 100 radsportbegeisterte Polizeiangehörige und –Freunde aus ganz Deutschland in die Pedale. Begleitet wurden sie von 20 Helfern mit den nötigen Fahrzeugen, die für die Verkehrssicherheit und die Logistik verantwortlich waren.

Veranstalter des in Polizeikreisen inzwischen bundesweit bekannten Radsportereignisses für eine gute Sache ist die Verbindungsstelle Osnabrück der International Police Association (IPA). Deren Mitglieder haben sich neben dem Ziel, Kontakte von Mensch zu Mensch über Ländergrenzen hinaus zu fördern, auch dem sozialen Engagement verschrieben.

So wurde 1988 die “Niedersachsentour”, die traditionell zum “Tag der Niedersachsen” durchgeführt wird, ins Leben gerufen. Durch Start-, Spenden- und Sponsorengelder sind bisher 225.000 Mark für Projekte der Kinderkrebshilfe zusammen gekommen. Allein im vergangenen Jahr wurde ein Reingewinn von 32.000 DM erzielt. Die Tour dient darüber hinaus der Öffentlichkeitsarbeit für die Polizei und der IPA, dabei hat sie aber auch einen großen sportlichen Hintergrund.
 

  

Die erste Tagesetappe führte am 15. Juni über 233 Kilometer von Osnabrück nach Lüneburg, der diesjährigen Ausrichterstadt. Quartier und hervorragende Betreuung fanden wir im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Lüneburg. Nach einem kurzen Fußmarsch bot sich für alle die Gelegenheit, sich an der Veranstaltung zum “Tag der Niedersachsen” zu beteiligen und nebenbei noch die wunderschöne historische Stadtkulisse zu genießen.

Am zweiten Tag stand eine Rundtour von 125 Kilometern über Geesthacht und Winsen auf dem Programm. Dabei passierten wir auch den Heideort Salzhausen, 22 Kilometer vor Lüneburg. Auf dem Rathausplatz wurden wir von munteren Klängen eines Blasorchesters und ca. 500 Bürgern freudig empfangen.

Dem herrlichen Wetter angepasst, begrüßte uns Bürgermeisterin Elsabel Rolle mit einem großen Sommerhut und Samtgemeindedirektor Ulrich Magdeburg. Zum Dank für diesen netten Empfang wurde beiden unsere dekorative Tourkrawatte überreicht, die besonders gut zu Frau Rolles schickem Hut passte.
 

Kurz danach traf auch der Schirmherr unserer Tour, Innenminister Heiner Bartling, in Salzhausen ein, um uns von hier bis nach Lüneburg zu begleiten.  

Und wer da glaubte, dass Politiker unsportlich sind und nur in gepanzerten Karossen durch die Lande fahren, der wurde eines Besseren belehrt. Denn mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 41 km/h ging es weiter nach Lüneburg. Die Reporter von N 3 hatten arg Mühe, dabei ihre Filmaufnahmen zu machen und ihre Interviews durchzuführen. Große Mühen mitzuhalten hatte allerdings auch einer der Bodyguards, der nach fünf Kilometern verzweifelt sein Rad von sich warf und total abgekämpft in unseren Besenwagen kletterte. Unserem sportlich durchtrainierten Innerminister schien jedoch diese Fahrt gut zu gefallen. Dabei plauderte er noch angeregt mit seinen Mitfahrern im Peloton.  


Bei der Einfahrt in Lüneburg schlug uns dann eine große Begeisterung durch die dort versammelten Besucher entgegen. Es fiel uns dabei nicht leicht bis zur Bühne auf dem Platz Zum Sande vorzufahren. Der Moderator von NDR 2 hatte uns bereits mehrfach angekündigt und auf die Sammlung für die Kinderkrebshilfe hingewiesen. In der nun folgenden Begrüßungsansprache dankte uns Innenminister Heiner Bartling für das soziale Engagement und machte uns Mut für die nächste Tour, dabei appellierte er an die Spendenbereitschaft der anwesenden Besucher 

So hatten wir nach den Sammlungen in Salzhausen und Lüneburg ca. 1.800 DM in den Dienstmützen. Hinzu kam noch ein Scheck über 1.000 DM, den uns die Kollegen der IPA-Lüneburg auf der Bühne überreichten.

Nach diesem erfolgreichen Tourabschnitt ließen wir den Tag in guter Stimmung ausklingen.
Der dritte Tag führte uns von Lüneburg nach Verden. Nach einer besonders anspruchsvollen und mit Findlingen gepflasterten Strecke in der Gemeinde Radbruch überkamen uns immer wieder kräftige Regenschauer, bis wir nach 142 Kilometern in Verden eintrafen. Allerdings wurden wir dafür durch die hervorragende Aufnahme und Unterbringung im Jugendhof “Sachsenhain” doppelt entschädigt. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen.
Die Damen in der Küche hatten ihr Bestes gegeben und uns ein schmackhaftes Mahl kredenzt. Allerdings hatte man noch niemals derart hungrige Mäuler stopfen müssen, denn nach kurzer Zeit waren alle Reserven aufgebraucht.
Nicht nur die Tourteilnehmer, auch die Herbergseltern nahmen es mit Humor und alle waren guter Dinge.
Plötzlich dann eine große Überraschung! “Howie” – Double von Howard Carpendale – stand in der Tür und sang für uns “ ... Tür an Tür mit Alice”. Anfangs glaubten tatsächlich einige, dass es sich um den echten “Howie” handelte. Ausgewachsene Männer standen auf Tischen und Bänken und klatschten mit der Musik. Der einigen Osnabrückern wohl bekannte Gesangssolist wollte uns damit seine Solidarität beweisen, bis wir ihn nach 45 Minuten leider wieder nach Osnabrück entlassen mussten.
Bei starken Regenschauern, die bis kurz vor Osnabrück andauerten, traten wir am Montag um 08.00 Uhr den Heimweg über 162 Kilometer nach Osnabrück an und trafen hier pünktlich um 16.00 Uhr am Dienstgebäude ein. Nicht nur die Teilnehmer waren froh, heile wieder im “Heimathafen” angelangt zu sein, sondern auch alle Angehörigen, die sich zum Empfang eingefunden hatten, freuten sich, dass wir wieder zu Hause waren
.

In vier Tagen hatten wir 663 Kilometer bei einem Gesamtschnitt von 31 km/h ohne Unfälle abgespult. Diese sportliche Leistung wurde dann am Abend beim obligatorischen Abschlussessen noch mit einigen Schecks von Freunden der IPA-Osnabrück belohnt.

Somit können wir aus der diesjährigen “IPA-Niedersachsentour” den Erlös von 30.000 DM für Projekte der Kinderkrebshilfe zur Verfügung stellen - was auch bedeutet, dass wir die “Schallmauer” von einer Viertelmillionen um 5.000 DM nach 14 Jahren überschritten haben.

So gehen wir zuversichtlich in die
15. “IPA-Niedersachsentour” - der ersten “Eurotour” –
vom 07. bis zum 10. Juni 2002
zum“Tag der Niedersachsen” nach Northeim.

Die Vorbereitungen haben bereits begonnen und die Quartiere sind gebucht. Die Ausschreibung dieser Tour erfolgt im Dezember 2001.