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„IPA-Niedersachsentour 2004“ ein voller Erfolg!
Sieg für die Kinderkrebshilfe: 15.000 Euro!
Ein Bericht von Karl-Heinz Thiemann


Im 17. Jahr hatte die IPA-Verbindungsstelle Osnabrück zur „IPA-Niedersachsen-Tour“ eingeladen. Eine Radsportveranstaltung, die uns jährlich zum „Tag der Niedersachsen“ und damit in immer andere Regionen unseres Landes führt. Dabei gibt es keine Einzelsieger - Gewinner ist immer die Kinderkrebshilfe !

Denn das soziale Engagement ist in der IPA Osnabrück tief verwurzelt. So beteiligten sich Angehörige dieser Verbindungsstelle bereits im Jahr 1985 und 1986 an einer Radsportveranstaltung der Polizei Assen / Niederlande, die zu Gunsten der Nierenstiftung Niederlande – Europlant in Leiden – durchgeführt wurde. 1987 führte die noch sehr unprofessionell durchgeführte erste Radsportveranstaltung der IPA Osnabrück für die Nierenstiftung nach Assen in den Niederlanden. Im Herbst 1988 wurde dann die „IPA-Niedersachsentour“ ins Leben gerufen. Damals nahmen 13 Fahrer plus 4 Begleiter teil. Diese Tour zu Gunsten der Kinderkrebshilfe, die heute große Anerkennung findet, hat einen hohen sportlichen Stellenwert.

Tour_04_1.jpg94 IPA-Radrennfahrer und 4 starke -fahrerinnen, nicht nur aus dem Raum Osnabrück und Niedersachsen, sondern aus vielen Teilen der Republik hatten sich zum Start eingefunden, als es darum ging, wieder einen ordentlichen „Batzen“ Geld zu erradeln. Dazu kamen 26 Begleiter Tour_04_2.jpgmit den erforderlichen Fahrzeugen, die unterwegs für die Verkehrslenkung, die Logistik und für die medizinische Betreuung verantwortlich zeichneten. Der Tross war groß wie noch nie, ebenso die Zahl der Neueinsteiger.

 

Feitag, den 25. Juni, pünktlich um 08.00 Uhr gab unser ehemaliger Tourbegleiter Fritz Kühl von der Berufsfeuerwehr Osnabrück vor dem Polizeidienstgebäude den Startschuss und die Karawane setzte sich in Bewegung. Vorne weg der bewährte Begleittross mit Krädern und Führungsfahrzeug, Durstmobil und Lautsprecherwagen. Hinter dem Feld der Notarztwagen, die Versorgungsfahrzeuge und der Werkstattwagen. Trotz des strömenden Regens waren alle hoch motiviert!

Die erste Etappe erstreckte sich über 204 Kilometer bis nach Stukenbrock. Auf dem Weg dorthin Tour_04_3.jpgwaren jedoch noch Spenden in Mettingen und Telgte einzusammeln. Also ging es erst einmal nach Norden, um dann westlich durch das Münsterland, an Paderborn vorbei, zum Polizeiausbildungsinstitut in Stukenbrock zu gelangen. Je näher wir dem Zielort kamen, je mehr klarte sich das Wetter auf, und wir fuhren bei Sonnenschein in das Gelände unseres Quartiers ein. Nach Zimmerbezug und heißer Dusche hatten sich alle in der Kantine zum Abendessen versammelt. Auch der Durst konnte gelöscht werden, denn OSNA-Krause-Getränke aus Osnabrück hatte gut vorgesorgt, zumal bei dem schlechten Wetter unser Durstmobil voTour_04_4.jpgn Coca-Cola wenig zum Einsatz gekommen war. Nach einem hervorragenden Büfett und der Übergabe eines Spendenschecks durch unseren Mitfahrer Detlef Ratzke waren die Strapazen des Tages schon wieder vergessen und man sprach bereits über den kommenden Tag.

Dieser Samstag hatte es denn auch in sich. Das Streckenprofil war deutlich anspruchsvoller, es ging in das Weserbergland. Aufgrund des schönen Wetters glaubten unsere Begleiter, uTour_04_5.jpgns nicht nur den Ort Köterberg zeigen, sondern uns auch auf den Gipfel führen zu müssen. Man konnte sich nur wundern mit welcher Leichtigkeit ein Teil der Fahrer diese 17 % -Anstiege bewältigten. Einige nutzten die Zeit bis alle den Berg bezwungen hatten und fuhren gleich nochmal hoch (Landeskader NRW ), wobei sie auch noch anderen zu Hilfe kamen. Die anwesenden Besucher waren voller Erstaunen und öffneten sogleich ihre Portemonnaies. Dieser Abstecher wurde mit 130 Euro belohnt und uns stand eine wunderschöne Abfahrt bevor.

In Holzminden erwartete uns bereits Innenminister Schünemann, Tour_04_6.jpgum uns auf der Bühne der Jugendfeuerwehr zu begrüßen. Von der Bühne aus warb der Minister als neues IPA-Mitglied bei den zahlreich erschienenen Besuchern für unsere Aktion, so dass wir über 600 Euro in unsere Sammelmützen gelegt bekamen. Anschließend ging es weiter zum Ringhotel Niedersachsen in Höxter, einer hervorragenden Unterkunft. Hier standen die Busse bereit, um uns zum Veranstaltungsort nach Holzminden zu bringen.

Für den Sonntag stand eine Rundfahrt durch den Naturpark Solling auf dem Plan. Als wir um 07.00 Uhr aus dem Fenster blickten, regnete es so kräftig, dass sich die Organisatoren entschlossen, diese Fahrt abzusagen. Nachdem das Wetter sich gebessert hatte, ließen sich 70 Fahrer aber doch nicht abhaltTour_04_7.jpgen. Nach einem Anstieg über 13 Kilometer bis Neuhaus ging es 25 Kilometer mit hoher Geschwindigkeit Berg ab und dabei goss es in Strömen. Doch das Glück war bei uns, denn es passierte nichts. Erst hinter Uslar hatte der Wettergott ein Einsehen und schickte die Sonne, so dass wir über Bad Karlshafen ohne Sturz wieder in Höxter einfahren konnten.

Der Abend war geprägt von freundschaftlicher und harmonischer Atmosphäre. Nach dem Abendbüfett kam es zum Austausch vieler freundlicher Worte. Grüße von anderen Verbindungsstellen wurden übermittelt und der Spendentopf füllte sich weiter. Ein Fahrer aus Tauberbischofsheim hatte anlässlich seines 50. Geburtstags gesammelt und stellte dieses Geldgeschenk für den Spendentopf zur Verfügung. Besonders die Neueinsteiger erklärten voller Begeisterung, dass diese Veranstaltung für sie ein großes Erlebnis wäre.

Für die Rückfahrt standen 180 Kilometer im Programm. Doch Dank unserer Begleitmannschaft sollten es 193 werden, was uns in arge Terminnöte brachte. Die Schwierigkeiten begannen nach 20 Kilometern mit einer serpentinenartigen Steigung bis auf die Höhen des Weserberglandes und setzten sich bei sehr starkem Gegenwind fort über Kalletal, durch Extertal bis Vloto. Die Geschwindigkeit war nicht mehr zu halten. Ab Einfahrt Bünde musste nur noch hochtourig gefahren werden, um den Zeitplan einigermaßen einhalten zu können. Hinzu kam, dass der Kuchen von Bäckerei Grave und die Bananen von Markkauf Sutthausen schon lange aufgezehrt waren. Erstmals konnten wir erleben, dass im Feld die letzten Müsliriegel gehandelt wurden.

Mit fast 30 MinutenTour_04_9.jpg Verspätung fuhren wir in Bad Essen ein, wo der Chor der Grundschule unter der Leitung von Frau Thekla Schäfer so lange ausgeharrt hatte, um uns mit ihrer schönen Gesangsdarbietung zu erfreuen. Bedauerlicherweise kamen die Kinder aufgrund unseres Zeitplans erheblich zu kurz. Auch Bürgermeister Harmeyer und Frau Andrea Lüke ( Lions Club Bad Essen Lea Wiehengebirge), sowie Herr Gerhard Hofmeyer ( Lions Club Wittlager Land ) hatten geduldig gewartet. Mit netten Worten überreichten sie drei Spendenschecks und motivierten dazu, diese Sache fortzuführen. Tour_04_10.jpg

 

Dabei erging schon die Einladung für das Jahr 2005 Zwischen Bad Essen und unserem nächsten Ziel in Wallenhorst konnten 10 Minuten herausgefahren werden. Kurz vor Tourende begrüßten für den verhinderten Bürgermeister Belde, der Stellvertreter Hermann Brand, zusammen mit dem Vorsitzenden der Wallenhorster Hanse, Heiner Leerkamp, die Radsportler vor dem Rathaus von Wallenhorst und erhöhten den bis dahin angesammelten Betrag nochmals um 500,00 Euro.

Auf dem anschließenden Weg nach Osnabrück bildeten unsere Mitfahrerinnen die Führungsrotte und wollten ihre Stärke endlich einmal unter Beweis stellen. Sie erhöhten die Geschwindigkeit derart, dass wir nur mit 10 Minuten Verspätung unter großem Beifall der Wartenden am Zielort am Kollegienwall eintrafen. Aus den Gesichtern der Fahrerinnen und Fahrer sprach Freude aber auch ein wenig Stolz. Die Organisatoren freuten sich, dass diese „17. IPA-Niedersachsen-Tour“ ohne schwere Verletzungen beendet war, wozu unser Begleitteam in erheblichem Maße beigetragen hatte. Die Daten konnten sich sehen lassen ! Denn trotz der ungünstigen Wetterverhältnisse auf diesen 638 Gesamtkilometern und 3.768 Höhenmetern benötigten wir bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30,07 km/h eine Fahrzeit von 21.12 Stunden.

Beim obligatorischen Abschlussabend in der Gaststätte „Zur alten Eversburg“ waren weitere Spender und Sponsoren erschienen. Dabei wechselten noch einige Schecks und Geldbeträge den Besitzer. Hinzu kam noch telefonisch die Meldung unseres Altsponsoren Franz-Herbert, dass er für unsere Aktion 3.000 Euro gesammelt hatte. So trugen wieder viele dazu bei, dass wir ein derart gutes Ergebnis erzielen konnten, sei es durch Spenden oder Gestellung von Getränken, der Verpflegung und der Begleitfahrzeuge.

Allen sei an dieser Stelle nochmals recht herzlich gedankt. Denn gemeinsam können wir in diesem Jahr den ansehnlichen Betrag von 15.000 Euro zur Verfügung stellen.

Ich denke mit Vorfreude an die
„18. IPA-Niedersachsen-Tour“
vom 1. bis 4. Juli 2005
in die Volkswagenstadt Wolfsburg.