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IPA-Niedersachsentour 2006“ –

ein großer Umweg für den guten Zweck

Ein Bericht von Martin Schmitz

Im 19. Jahr organisiert die IPA-Verbindungsstelle Osnabrück die IPA-Niedersachsen-Tour. Wie in jedem Jahr führte die Tour zum „Tag der Niedersachsen“. Das Landesfest fand dieses Jahr in Melle, Landkreis Osnabrück, statt.

Die 88 Rennradfahrer und zwei –fahrerinnen und 25 Begleiter fuhren am Freitag, den 14. Juli, bei strahlendem Sonnenschein in Osnabrück los. Da Melle aber nah ist, fuhr der Tross große Umwege, um Spenden für die Kinderkrebshilfe zu sammeln. Denn neben der sportlichen Herausforderung kann nur einer der Sieger sein und das ist die „Kinderkrebshilfe“.

Zum großen Tross der diesjährigen Rundfahrt gehörten wiederum zahlreiche Begleiter, die uns Radlern nicht nur ein problemloses Fahren ermöglichten, sondern auch die vielen logistischen Herausforderungen einer solchen Veranstaltung mit Bravour meisterten.

Am Freitag, dem 14.07.2006, gab Herr Niermann als Leiter der Polizeiinspektion Osnabrück, pünktlich um 08.00 Uhr den Startschuss – das Feld der Fahrer konnte sich hinter dem Führungsfahrzeug, seinen Krädern, dem Durstmobil und dem Lautsprecherfahrzeug endlich in Bewegung setzen. Das Wetter war ausgezeichnet – hervorragende Bedingungen, um die lange Tagesstrecke von 205 Kilometer nach Selm Bork in Angriff zu nehmen.

So fuhren wir aus Osnabrück heraus und hielten nach kurzer Zeit schon wieder an, denn „Grave der Bäcker lässt grüßen“, stattete uns mal wieder mit reichlich Kuchen aus. Die Fahrt ging weiter nach Bad Essen zur ersten Scheckübergabe. Dort wurden wir durch Kinder des Kindergartens und der Grundschule Bad Essen mit Gesang empfangen. Der Bürgermeister Harmeyer begrüßte die Teilnehmer recht herzlich und übergab einen Scheck und würde sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr freuen. Das Durstmobil, gefüllt und bereitgestellt durch die Fa. Coco-Cola Heydt, wurde schon bei der ersten Rast reichlich in Anspruch genommen, da die ersten Berge bezwungen werden mussten.

Von Bad Essen aus ging es weiter nach Lengerich, wo wir von der Fa. KIR-Medienpartner einen weiteren Scheck entgegen nehmen konnten.
Nach einer kurzen technischen Rast in Greven, radelten wir dann die restlichen Kilometer bis nach Selm Bork im Münsterland.

Hier waren wir im Institut für Aus- und Fortbildung des Landes Nordrhein-Westfalen untergebracht. Freunde der IPA Selm empfingen uns mit einer Sportlernahrung (Nudeln). Wir hatten 6:32 Stunden im Sattel gesessen und sind 205 Kilometer mit einem Schnitt von 31,3 Kilometer geradelt..

Die Zimmer waren schnell bezogen, nach dem Duschen trafen sich Fahrer und Begleiter im Biergarten, um ihren großen Durst zu stillen. Durch die IPA-Freunde aus Selm wurden wir hervorragend bewirtet. Die Getränke an diesem Abend wurden uns von Getränke OSNA-Krause zur Verfügung gestellt.

Pünktlich starteten wir wiederum am Samstagmorgen von Selm Bork aus in Richtung Melle. Die Tour führte uns durch das flache Münsterland. An diesem Tag trugen alle Teilnehmer das neu angeschaffte Trikot. Wir wollten ja gut aussehen bei dem Empfang durch den Schirmherrn beim Tag der Niedersachen, dem Innenminister Schünemann. Während der Fahrt schlich sich ein uns unbekanntes Begleitfahrzeug ein. Schnell wurde bekannt, dass es sich unser Polizeipräsident, Herr Sprinkmann, nicht nehmen ließ, den Tross zu begleiten. Auf einem Bauernhof machten wir dann eine Mittagspause. Dort konnten sich die Radler wie Profis der Tour de France fühlen, denn mehrere Kinder verlangten von den Fahrern Autogramme. Hier kam auch die von TvB erstellte Bildergalerie aller Radfahrer zum Einsatz. Jeder Sportler konnte unter seinem Passfoto unterschreiben.

Pünktlich um 16.00 Uhr begrüßte uns der Innenminister nach 149 Kilometer auf der Radio Antenne-Bühne. Wir konnten auch dankend einen Scheck der Stadt Melle entgegen nehmen. Einige Kollegen gingen mit Polizeimützen durchs Publikum und sammelten weitere Spenden für den guten Zweck.

Anschließend fuhren wir noch die kurze Strecke bis zum Hotel Van der Valk in Melle. Dort bezogen wir unsere Zimmer für zwei Tage. In Kleingruppen verbrachten die Radler den Abend auf dem Landesfest. Viele trafen sich aber doch bei einem Italiener wieder, um dort den Kohlenhydrathaushalt wieder zu füllen.

Im Laufe der Nacht hat es wohl keine Ausreißer gegeben, denn am Sonntag standen alle Radsportler wieder pünktlich auf der Matte.

Nach einem reichhaltigem Frühstück konnten wir wieder gestärkt losfahren.

Heute führte uns die Tour durch den südlichen Landkreis Osnabrück nach Kattenvenne. Dort wurde anlässlich unserer IPA-Tour ein Gemeindefest ausgerichtet. Wir wurden mit einer Wasserdusche durch die Feuerwehr empfangen. Anläßlich der hohen Temperaturen war das eine gute Abkühlung. Auch hier wurde uns ein Scheck übergeben. Vom Gemeindefest fuhren wir dann zurück nach Melle. Dort kamen wir nach 4:02 Stunden im Sattel und 129 Kilometern in den Beinen um 16.30 Uhr wieder im Hotel an.

Ab 18.00 Uhr fand dann der Niedersachsentag im Hotel statt. Dieser Tag wurde sonst immer am letzten Abend nach der Tour durchgeführt. An diesem Abend gab es ein gemeinsames Essen mit Familienangehörigen der Teilnehmer und Sponsoren. Bei dem gemütlichen Beisammensein fühlten sich noch einige Personen bewogen, eine Spende für die Kinderkrebshilfe locker zu machen.

Am Montag zeigten wir den Kollegen aus den anderen Bundesländern unser schönes Osnabrücker Land. Wir fuhren zunächst über Umwegen nach Georgsmarienhütte. Dort wurden wir von Bürgermeister Lunte mit einem Scheck und kühlen Getränken empfangen. Kurz vor der Einfahrt nach Oesede hatten wir leider einen Sturz zu beklagen. Ein Radsportler kam gegen eine Bordsteinkante und stürzte. Gott sei Dank zog er sich keine schweren Verletzungen zu. Dies sollte auch der einzige Sturz bleiben.

Von Georgsmarienhütte aus sind wir dann zum Alfsee gefahren. Dort wären einige Teilnehmer gerne zum Baden geblieben. Doch wir hatten noch einen traditionellen Termin. Denn wie schon in den Vorjahren machten wir noch einen Halt in Wallenhorst. Hier wurden wir mit Kaffee empfangen und nahmen dankend einen Scheck entgegen.

TvB bekam kurz einen Schreck, denn das Durstmobil löste sich von der Anhängerkupplung ab. Doch auch dieser Schaden konnte an Ort und Stelle behoben werden.

Für alle die Sportler, die noch Kraft hatten, wurde in Evinghausen eine Bergstrecke für eine Bergwertung freigegeben. Hier trennte sich dann die Spreu vom Weizen.

Oben angekommen fuhren wir dann wieder gemeinsam Richtung Osnabrück.

Kurz vor dem Ziel, in Osnabrück-Haste, bekamen wir noch einmal eine Wasserdusche durch die Feuerwehr. Jetzt konnten wir voller Stolz und Freude nach 636 Kilometer die Tour erfolgreich beenden.

Das Spendenaufkommen in diesem Jahr hat das sensationelle Ergebnis vom letzten Jahr noch übertroffen. Wir konnten in den vier Tagen insgesamt über 15.000 Euro für die Kinderkrebshilfe sammeln. Auch von dem Startgeld von 175 Euro eines jeden Teilnehmers ging ein Teilbetrag in den Spendentopf. An dieser Stelle vielen Dank an alle Spender.

Die nackten Daten konnten sich wirklich sehen lassen. Bei sehr heißem Wetter fuhren wir in insgesamt 20:26 Stunden, 636 Kilometer bei einem Schnitt von 31,11 km/h.

Das spricht nun wahrlich für die überaus gute Fitness aller Tourteilnehmer! Es war nicht die befürchtete Tour der Leiden, sondern eine sportliche Herausforderung, die jeder Teilnehmer mit Bravour gelöst hat.

An dieser Stelle sei allen herzlich Dank gesagt, die wieder zum erfolgreichen Gelingen der Tour beigetragen haben, sei es durch Spenden oder Bereitstellen von Begleitfahrzeugen, Getränken und Verpflegung oder einfach durch die aktive Teilnahme als Radler.

Nach dieser erfolgreichen Tour denke ich jetzt schon in großer Vorfreude an die Tour im nächsten Jahr in Cuxhaven. Also, den Termin für 2007 schon einmal vormerken!

IPA Tour 2007 vom 07.-10. Juli 2007!